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Blogeintrag

Kapitel 15 (Part 1) Camping mit Hund im Burgund und …

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Amüsant-besinnlicher Reisebericht mit Lola

von Klaus-P. Fütterer // 2021
 
Teil 15 (Part 1)

Einen Stopp gönnen wir uns noch: Fontaine de Vaucluse. Ähnlich wie bei der Fosse Dionne tritt hier am Fuße einer 230 m hohen Felswand Wasser aus dem Gestein.

 

 

Der Grund der Quelle liegt nochmal 300 m tiefer und sie speist sich aus Regen und Schnee, der auf eine Fläche von 1.100 km² niedergeht und sich dann über unterirdische Flüsse hier sammelt. Auf dem langen Weg durch das Gestein wird das Wasser perfekt gefiltert und mineralisiert.  Auf ca. 50 m Länge bildet sich ein Fluss aus kristallklarem Wasser, der eine so starke Strömung hat, dass dort eine Wildwasserkanubahn angelegt werden konnte.

 

 

Mein Eindruck: Das ist deutlich mehr, als man zum Waschen von zwei Laibchen und 4 Socken benötigt, wie an der Fosse Dionne.

Die Wassermenge wird mit 630 Mio. Kubikmeter pro Jahr angegeben. Im Vergleich steht die Wanne für Dicke mit 300-3000 Litern pro Sekunde. Ich rechne das kurz im Kopf um und stelle fest:

  1. Der Gewinner ist: Fontaine de Vaucluse mit ca. 11.500 l/s ! und
  2. Ich kann schlecht flunkern. Ich hab doch den Taschenrechner bemüht. (360.000.000×1.000/365/24/60/60)  

 

Der Weg zur Quelle beginnt an einem Parkplatz am Eingang zum gleichnamigen Ort. Das stelle ich fest, als ich schon daran vorbeigefahren bin und mich durch enge Gassen ohne Wendemöglichkeit ins Dorfzentrum quetsche. Im Wendekreis treffe ich mit all den anderen, die wahrscheinlich wie ich ihrem Navi getraut haben, das mich am Parkplatz vorbei auch noch über einen schmalen Weg bis ins Wasser leiten wollte.

Vor mir verkeilt sich ein Wohnmobil zwischen den Häusern. Ich habe Zeit, mir schon mal das Dorf anzusehen, während mehrere Passanten dem transpirierenden Fahrer unterschiedliche Ratschläge und Handzeichen geben, wie er sich wieder befreien soll.

Mehrere Cafés, Restaurants und Bars ragen mit ihren Terrassen bis über den Fluss. Das klare Wasser plätschert über die Kaskaden, ein paar Enten gründeln zwischen den hellgrünen Algen, die sich in der Strömung räkeln.

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