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Blogeintrag

Kapitel 15 (Part 2) Camping mit Hund im Burgund und …

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Amüsant-besinnlicher Reisebericht mit Lola

von Klaus-P. Fütterer // 2021
 
Teil 15 (Part 2)

 

 

Ich bespreche meine Eindrücke mit Lola und ermahne mich sofort, jetzt bloß nicht absonderlich zu werden! Für Zwiegespräche mit einem Hund ist noch genügend Zeit, wenn meine Umgebung beschlossen hat, dass ich jetzt doch langsam tüddelig werde.

Wir stellen den Bus ab und begeben uns auf den Weg zum Fuß der wirklich beeindruckenden Felswand. Hier wird es doch stellenweise so eng zu anderen Hunden, dass Lola in alte Muster zurückfällt. Die Hundetrainer des westlichen Ruhrgebiets waren schon alle bei uns, um das Problem anzugehen. Vielleicht müssen wir nach der Rückkehr doch mal den Fernsehkoch ansprechen.

Der Wasseraustritt ist nicht ganz so spektakulär, wie ich ihn mir vorgestellt hatte, aber das Dorf bietet viele Gelegenheiten sich am Wasser in die Sonne zu setzen und einen Kaffee zu trinken und die Vorstellung davon, wie sich der Niederschlag des Hochplateaus durch die Felsen drängt, zu unterirdischen Flüssen und Seen vereint und hier wieder austritt, fasziniert mich.    

Die Heimfahrt bietet Gelegenheit darüber nachzudenken, wie ich mir einen Hund backen würde, welche Qualitäten er haben sollte:

Schwindelfrei; sehr wichtig, wenn man über Hängeseilbrücken gehen muss! Aber wer muss das schon?

Ein gelassener Beifahrer, der nicht zur Übelkeit neigt; Sehr angenehm! Bei Lola müsste man vielleicht noch
daran arbeiten, dass sie mich davon abhält, mich zu verfahren. Aber der Rest: 1a!

Beschützer; sobald Touren anliegen, die mich in fremde, wilde Zivilisationen führen, sage ich Bescheid. Im europäischen Raum sehe ich da nicht so den Bedarf. Zumal ich bei ihren Kläffattacken nicht sicher bin, ob sie mich beschützen will oder sie darauf aufmerksam machen möchte, dass sie da eine vierbeinige Gefahr wittert, vor der ich sie beschützen soll.

Kontaktfreudig; Camper sind ja schon eine sehr kommunikative Gruppe. Aber mit so einem Wollknäuel an der Leine, kann man nur kurz stehenbleiben, ohne angesprochen zu werden. Ich mag´s.

Schussfest; vor allem bei größeren Hunden stelle ich es mir angenehm vor, wenn sie nicht bei jedem Knall auf den Arm gesprungen kommen, oder sie sich losreißen und man die nächste Stunde beschäftigt ist, den Liebling zu suchen. Lola ist die Gelassenheit in Person. Das hat sie von mir.

Wasserfest; Hmmm. Das mit der Schluchtwanderung war etwas frustrierend. Aber wer weiß, für was es gut war? Ich bin nicht ertrunken!

Kuschelig; als Camper weiß man, dass man in der Übergangszeit eine Heizung mit sich führen muss. Hab ich natürlich auch. Aber das ist schon auch nett, so eine lebende Heizdecke auf den Füßen zu spüren. Weniger nett: das Aufwachen, weil man einen Puschel Haare im Mund hat. Tja, da muss man abwägen. 

Fazit: immer wieder gern, Lola!

 

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