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Blogeintrag

Kapitel 14 Camping mit Hund im Burgund und …

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Amüsant-besinnlicher Reisebericht mit Lola

von Klaus-P. Fütterer // 2021
 
Teil 14

Ich weiß, dass man Aix en Provence eigentlich nicht auslassen sollte, kann den Besuch nur empfehlen, fahre aber einfach mal durch bis Les Tamaris Sainte-Croix. Wer die Strecke bis zur Cote d´ Azur oder den Stränden vor der spanischen Grenze scheut, findet zwischen Marseille und den Sumpfgebieten und Salinenfeldern westlich, auch in der Übergangszeit einen Campingplatz mit Pool, Restaurant mit Meerblick, Strand und Hundestrand mit feinem Sand und flachem Einstieg ins Wasser.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lola zeigt sich begeistert von ausgiebigen Spaziergängen in den Pinien- und Kieferwäldern oberhalb der Steilküste und dem Toben mit anderen Hunden am Strand. Wenn die sich ins Wasser stürzen bleibt sie natürlich im Trockenen stehen und passt auf. Das macht sie auch, wenn ich stürze. Da das alles sehr unaufgeregt passiert, mutiert sie in meinem Kopf vom Border- zum BayWatch-Collie.

 

 

Einzige Störung: das Flappern von Hubschraubern entlang der Küste. Täglich passieren hier wahrscheinlich mehr Helikopter, als in schlechten Tagen in der Bundesrepublik einsatzfähig waren, zumindest wenn Berichte stimmen, dass von 120 Fluggeräten der Typen NH90 und Tiger nur 25 flappern oder sonstiges machen konnten, wofür man sie mal angeschafft hatte. Die Camper auf dem Nachbarplatz haben auch einen Border Collie. Die beiden verstehen sich prima, auch durch den Zaun.

 

 

Das ist anderes Campen. Ein Wohnwagen, ein Vorzelt, der Zaun, eine komplette Wohnungseinrichtung. Am nächsten Tag wollen sie abreisen. Der Abbau beginnt schon zaghaft vor 8, wenn eigentlich noch Ruhe auf dem Platz herrscht, und um 11 ist das Auto zwar schon voll, aber Zaun und Vorzelt stehen noch.

Einige Tage Strandurlaub mit Sand und Schwimmen bei 20 Grad im Schatten und blauem Himmel, das hat gutgetan! Aber jetzt ist auch für uns Zeit, langsam in Richtung Heimat zu starten.

Auch wenn ich den Bus langsam aufräume und das Kabel nochmal abputze, bin ich nach 5 Minuten startklar und verabschiede mich. Kleine Entgeisterung darüber in der Nachbarschaft, wie unkompliziert und schnell so ein Aufbruch sein kann.

Weil das Wetter so prima ist, checke ich nur kurz aus und stelle uns auf einen öffentlichen Parkplatz über dem Hundestrand, der durch eine Höhebeschränkung für Wohnmobile nicht nutzbar ist und wir genießen noch ein paar Stunden im Sand.

Unser VariVan- Busausbau hat ohne Vorzelt schon alles geboten, was wir uns gewünscht hatten:

  • ein gewohntes Fahrzeug mit stadttauglicher Wendigkeit und
  • geringem Verbrauch,
  • einen Ess- und Arbeitsplatz mit bequemer Sitzbank für 2 Reisende mit sechs Beinen, (drehbaren Beifahrersitz noch nicht einmal genutzt)
  • eine Schlafgelegenheit mit den Ausmaßen und einem Himmel, ähnlich dem von Sissy (da fehlte nur die Glocke für die Zofe),
  • einem Beifahrersitz, den Lola sich mit mir zu einem Sicherheitskissen mit gepolstertem Auffangrand und Sicherungsgeschirr ausgearbeitet hat,
  • einer komfortablen Küche mit Induktionsfeldkocher, Spüle und Kühlbox,
  • viel Stauraum, so dass man auch viel verstecken und suchen konnte und
  • viel Natur drumherum.

Und es hat sich bestätigt, dass diese kompakte und gut strukturierte Art des Campings genau mein Ding ist. Sie ermöglicht unkompliziertes, spontanes Reisen, ohne auf Annehmlichkeit verzichten zu müssen.

 

Nächster Halt: Fontaine de Vaucluse. Viel Stein, viel Wasser.

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